Haldenfest im Annapark Aldorf: 7000 Besucher auf historischem Bergwerksgelände Alsdorf. Am Samstag stand Alsdorf noch einmal ganz im Zeichen des Bergbaus: das Haldenfest im Annapark mit rund 7000 Besuchern feierte zum einen die Bergbaugeschichte der Stadt und machte zum anderen das EuRegionale 2008-Projekt Grünmetropole erlebbar. Führungen auf den Förderturm und über die Halde Noppenberg in den Stadtteilen Busch und Zopp gehörten ebenso zum Programm wie die Besichtigung der künstlichen Stollen des Bergbaumuseums sowie Ausstellungen und Vorträge. Rund um das restaurierte Langhaus, mittlerweile beliebter Veranstaltungsort, fand zudem ein Unterhaltungsprogramm statt. Spektakulärer Abschluss des Tages war die Feuershow (siehe Foto) und das Feuerwerk am späten Abend.
Zukunftsträchtiges Bergbauerbe
"Nach der Eröffnung der Grünmetropole möchten wir die Menschen in Kontakt mit den Stationen an der Route bringen", erläuterte Daniela Schmidt, Regionalmanagerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Grünmetropole, den Hintergrund des Haldenfestes. "Das Bergbauerbe eint die Regionen der Grünmetropole über die Grenzen hinweg." Die Bergehalden nehmen in Alsdorf fünf Prozent des Stadtgebietes ein und gehören fest zum Landschaftsbild: "Gebirge aus Menschenhand", so ihre Bezeichnung durch Bürgermeister Helmut Klein, einen der Festredner. Ministerialdirigent Hans-Dieter Collinet vom NRW-Städtebauministerium erinnerte dann auch in seinem Grußwort daran, dass die Alsdorfer dereinst entschieden gegen das Abtragen der Halden gestimmt hätten. Entsprechend groß ist das Interesse der Bevölkerung: besonders die ältere Generation, die die aktiver Bergbau-Zeit noch gut in Erinnerung haben, verfolgt die Wandlung mit Spannung. Die Teilnehmer der Haldenführungen genossen den Panoramablick und waren von den seltenen Pflanzen- und Tierarten beeindruckt, die zu entdecken waren. Unbeaufsichtigt darf man die Halden jedoch noch nicht erklimmen. Bildung: "Rohstoff der Zukunft"
Collinet betonte zudem die Bedeutung einer guten Ausbildung der jungen Generation für die Zukunftschancen der Region. Damit das geistige Potential nicht abwandert, müssten Arbeitsmarkt und Lebensqualität entsprechend attraktiv sein. Ein Hoffnungsträger der Zukunft sei das geplante Energeticon; für sein entsprechendes Engagement wurde der Bergbaumuseumsverein von Collinet gelobt. Das Energeticon soll Aushängeschild der Kompetenzregion Energie Euregio Maas-Rhein werden: ein Museum für Energie und ihre umweltbewusste Nutzung in der 'Energielandschaft Anna' und zugleich ein Ankerpunkt der euregionalen Grünmetropole. In der Kraftzentrale fanden am Samstag von 14 bis 20 Uhr Vorträge statt, zudem konnte eine Fotostrecke besichtigt werden. Live-Bands mit Lokalkolorit
Mit "De Kröetsch" und der Mariadorfer Band "De Pöngele" - mit Bergbau-Helmen -rockten Urgesteine aus der Region auf dem Haldenfest. Eröffnet wurde das musikalische Programm vom Knappenchor, beschlossen von der "Robbie-Williams-Show", einer temperamentvollen Cover-Band aus Niederkrüchten. Fazit: Wetter trocken, Stimmung bestens. Zum Schluss wurde es noch einmal spektakulär: die Gruppe "Evil Flames" bot eine atemberaubende Feuer-Show, begleitet vom parallelen Ballonglühen und schließlich dem staunenswerten Feuerwerk vor Mitternacht. |

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